...wenig scheint mir besser.
Letztes Wochenende trafen wir uns zu 13 Familienmitgliedern an einem wunderbaren Ort:
www.hof-hubbermann.com
Der Gatte und ich waren die Stammes-Oberhäupter über 50. Wir haben jeder einen Bruder, der bald 50 wird. Einer war mit Familie dabei - der Ehefrau und zwei Kids zwischen 5 und 11. Der andere Bruder brachte seine Lebensgefährtin mit, die auch schon seit fünf Jahren zur Familie gehört. Unsere drei Kinder zwischen 25 und 29 waren dabei - eine Tochter mit Ehemann, die andere mit Freund. Eine große Altersspanne also. Das machte aber nix!
Alle von uns genießen wunderschöne Natur. Und die gibt es reichlich um den Hof. Wir waren aufgeteilt auf zwei FeWos am See und zwei Häuser im Wald - alles so drei Minuten Fußweg auseinander.
Gefeiert haben wir in und vor der Hütte am See - so richtig mit lauter Partymusik und keinen hat's gestört. Wir singen und tanzen halt alle gerne - quer durch die Generationsunterschiede.
Ein weiteres Highlight waren die beiden Frühstücke für alle, die Frau Hubbermann in ihrem Bauernhaus zelebriert hat. Die waren reichlich und lecker - und es ist echt entspannend, wenn man als Gruppe nicht auch noch die Frühstückszutaten ankarren muss.
Gefunden haben wir diesen genialen Treff im Internet. Wir waren auf der Suche nach einer Location, die vom Ruhrpott, dem Sauerland und Schleswig Holstein jeweils ungefähr gleich weit entfernt ist.
Falls wir alles anständig hinterlassen haben - dann wird das vielleicht nicht das letzte Familientreffen in Visbek gewesen sein.
Dienstag, 23. Juni 2015
Mittwoch, 17. Juni 2015
Sterbebegleitung
Diese Erinnerungen von mir sind im "lebenslust"-Special "Gute Besserung" neulich erschienen.
„Herzliches Beileid noch mal“, sagte die Nachtschwester zu mir, nachdem sie
meinen Papa, der gerade für immer eingeschlafen war, frisch und sauber gemacht
hatte. Dabei drückte sie mir herzlich die Hand und fügte hinzu: „Danke, dass
sie die letzten Tage bei Ihrem Vater geschlafen haben. Sie haben uns sehr
entlastet. Er war ja ein schwieriger
Patient.“
Na! Das hatte die Gute sehr höflich ausgedrückt! Mein heißgeliebter Papa
war ein Albtraum von Patient gewesen! Dabei war er bis zum Endstadium seiner
Krebserkrankung ein wirklich charmanter Herr in den Siebzigern. Gerade mit
Krankenschwestern hatte er es gut gekonnt. Während zahlreicher
Krankenhausaufenthalte meiner Mutter hatte er mit Legionen von ihnen fröhlich
geschäkert und ihnen ein Lächeln auf ihre Lippen gezaubert. Lächelnde
Krankenschwestern und Pfleger suchte ich vergeblich, als ich vorübergehend
meine Zelte in Schleswig Holstein abgebrochen hatte, um ihm im Sauerland beizustehen.
Seine Leber hatte begonnen zu versagen. Als ich das zweite Bett in seinem
Privatzimmer bezog, konnte er seines schon nicht mehr verlassen.
So sehr sein Körper auch zusehends verfiel – sein Kopf war bis zum Schluss
ganz klar. Und er wusste genau, was er wollte. Und auch, was er nicht wollte. Nachdem
ich einen halben Tag bei Papa verbracht hatte, wurde mir klar, welchen Streifen
das bedauernswerte Pflegepersonal schon sechs Tage lang mit gemacht hatte. Der
rechte Daumen meines Vaters funktionierte noch ganz hervorragend und betätigte
ständig den Klingelknopf. War das Fenster zu, musste es geöffnet werden, stand
es offen, musste es unbedingt zu. Sein Wasser war alle, er wollte eine Schmerztablette,
einen Kaffee - und immer wieder erwartete er eine Tasse Brühe. Er „erwartete“ –
genau das war das Problem. Da kam kein „Bitte“ oder „Danke“ – er behandelte
Schwestern und Pfleger wie Bedienstete. In seiner letzten, schweren
Krankheitsphase war sein Charme verschwunden und er benahm sich wie ein
Gutsherr aus alten Zeiten. Klar – so einen Hauch davon hatte er immer schon an
sich gehabt. Es kam ja nicht von ungefähr, dass auf meiner Hochzeit ein Gedicht
über den Brautvater die Überschrift trug: „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im
Sauerland“. Aber früher war dieses Gehabe freundlich gewesen – das eines
großzügigen Gutsherren. Nun war es ins Herrische umgeschwenkt. Paps behandelte
das Krankenhauspersonal wie Leibeigene. Darauf
hatte das Personal verständlicherweise so gar keinen Bock und entsprechend
schlecht war die Stimmung, als ich ins Krankenhaus einzog.
Ich entwickelte ungeahnte Fähigkeiten. Ich war nie gut im Schmeicheln, aber
entdeckte plötzlich, wie gut ich „Süßholz raspeln“ kann, wenn es unbedingt sein
muss. Ich bedankte mich im Namen meines Papas wirklich für „Furz und
Feuerstein“ – für jede noch so normale Handreichung, die man im Krankenhaus
erwarten kann. Und ich wurde zur Erzieherin meines Vaters. Hier kam es uns zu
Gute, dass wir eine richtig gute Vater-Tochter-Liebesbeziehung gepflegt haben.
Wenn man einen sterbenden Elternteil begleitet, ist wohl nichts besser, als
eine heile Beziehung. Da gibt es keine Altlasten aufzuarbeiten, man muss auch
nicht vorsichtig Worte abwägen, weil einfach klar ist: Wir haben uns lieb und
nichts steht zwischen uns. Und so konnte ich meinen Papa in seinem herrischen
Gehabe ironisch parodieren – und er hat es nicht krumm genommen. Er hat sich
ehrlich bemüht sich zu bessern und lernte tatsächlich in seinen letzten Tagen
noch ordentlich „bitte“ und „danke“ zu sagen.
In dem allerdings, was er nicht wollte, ist er sich treu geblieben. Er
wollte nicht umgelagert werden. Das wäre echt nötig gewesen, weil er anfing,
sich wund zu liegen. Aber Papa hat Zeit seines Lebens nur auf dem Rücken
geschlafen. Er hatte nicht die Absicht, das in seinen letzten Lebenstagen zu
ändern. Hier konnte ich die Schwestern überzeugen, ihm einfach seine Würde der
Selbstbestimmung zu lassen. Papa wollte auch nicht in eine Flasche pinkeln, die
von fremden Frauen gehalten wurde. Die Lösung war dann einfach. Ich war ja da –
und ich durfte die Flasche für ihn halten.
Nachdem mein Papa dann friedlich eingeschlafen war – mit seiner Hand in
meiner – und die Nachtschwester ihn „schön“ gemacht hatte, sagte sie noch was
zu mir: „Diese vollen Haare Ihres Vaters! Und auch sonst! Er war ja wirklich
ein attraktiver Mann!“ Ha! Das hatten Legionen von Krankenschwestern schon vor
ihr festgestellt!
Mittwoch, 27. Mai 2015
Alte Liebe - neu entdeckt
Gut 22 Jahre lebe ich als gebürtige Westfälin nun schon in Schleswig Holstein. Mehr und mehr stimme ich dem Slogan zu: "SH - das schönste Bundesland der Welt".
Bereits ganz am Anfang unseres Lebens in SH haben der Gatte und ich uns in einen Ostseeort verliebt. Hohwacht ist so ganz anders als Grömitz, Scharbeutz oder Timmendorf. Der kleine Ort ist noch ziemlich ursprünglich, mit Steilküste, alten Bäumen, einem Rest Fischerdorf - und die Uhren gehen hier ein wenig anders - gemütlicher. In einem Zeitungsartikel stand dazu neulich das verheißungsvolle "wie aus der Zeit gefallen".
In den letzten Wochen haben wir festgestellt, dass diese alte Liebe nicht gerostet ist. Unsere Empfehlung: Wenn Ostsee - dann Hohwacht!
http://www.ostsee.de/hohwacht/sehenswertes.html
Bereits ganz am Anfang unseres Lebens in SH haben der Gatte und ich uns in einen Ostseeort verliebt. Hohwacht ist so ganz anders als Grömitz, Scharbeutz oder Timmendorf. Der kleine Ort ist noch ziemlich ursprünglich, mit Steilküste, alten Bäumen, einem Rest Fischerdorf - und die Uhren gehen hier ein wenig anders - gemütlicher. In einem Zeitungsartikel stand dazu neulich das verheißungsvolle "wie aus der Zeit gefallen".
In den letzten Wochen haben wir festgestellt, dass diese alte Liebe nicht gerostet ist. Unsere Empfehlung: Wenn Ostsee - dann Hohwacht!
http://www.ostsee.de/hohwacht/sehenswertes.html
Mittwoch, 13. Mai 2015
Liebe auf den ersten Blick...
...dieses Phänomen kann man erklären. Ich erkläre mir das so:
Wenn Erinnerung an positiv Vertrautes mit aufregend Neuem zusammen trifft - dann macht es ganz plötzlich: Boom!
So ging mir das neulich mit Sylt. Eine andere deutsche Nordseeinsel ist mir ja seit über 40 Jahren vertraut. Solange ist Norderney schon meine zweite Heimat. Ich liebe auf Ney die kilometerlangen Sandstrände im Western und Norden zum offenen Meer. Ich liebe die Dünen und auch die "gemütliche" Wattseite. Stundenlang kann ich die alt vertrauten Wege gehen, dabei die gute Luft einatmen und mich an dem Spiel von Sonne und Wolken, an dem besonderen Licht, gar nicht satt sehen.
Nun kam ich also nach Sylt. Ich fand dort die geliebte Landschaft, das besondere Licht, die gute Luft - und Meer.
Im Vergleich zu Norderney hat Sylt allerdings hier und da höhere Dünen - und wesentlich mehr "Auslauf". Während ich auf Ney gerade das Kuschelige, Überschaubare mag, dass dort alles ist wie immer, wenn ich hin komme und dass ich fast jeden Stein kenne - kann ich auf Sylt jeden Tag in der Woche einen anderen "großen" Ausflug machen. Jeder Ort auf Sylt ist eine Entdeckung für sich - Hörnum, Wenningstedt, Kampen, Keitum und List mal auf jeden Fall. Dort mit dem Auto unterwegs zu sein, zwischendurch auszusteigen und die neue Gegend zu erkunden - das geht auf Ney eben nicht. Ganz sicher werde ich "meiner" kleinen ostfriesischen Insel weiter die Treue halten - aber Sylt war den einwöchigen "Flirt" neulich auf jeden Fall wert!
Wenn Erinnerung an positiv Vertrautes mit aufregend Neuem zusammen trifft - dann macht es ganz plötzlich: Boom!
So ging mir das neulich mit Sylt. Eine andere deutsche Nordseeinsel ist mir ja seit über 40 Jahren vertraut. Solange ist Norderney schon meine zweite Heimat. Ich liebe auf Ney die kilometerlangen Sandstrände im Western und Norden zum offenen Meer. Ich liebe die Dünen und auch die "gemütliche" Wattseite. Stundenlang kann ich die alt vertrauten Wege gehen, dabei die gute Luft einatmen und mich an dem Spiel von Sonne und Wolken, an dem besonderen Licht, gar nicht satt sehen.
Nun kam ich also nach Sylt. Ich fand dort die geliebte Landschaft, das besondere Licht, die gute Luft - und Meer.
Im Vergleich zu Norderney hat Sylt allerdings hier und da höhere Dünen - und wesentlich mehr "Auslauf". Während ich auf Ney gerade das Kuschelige, Überschaubare mag, dass dort alles ist wie immer, wenn ich hin komme und dass ich fast jeden Stein kenne - kann ich auf Sylt jeden Tag in der Woche einen anderen "großen" Ausflug machen. Jeder Ort auf Sylt ist eine Entdeckung für sich - Hörnum, Wenningstedt, Kampen, Keitum und List mal auf jeden Fall. Dort mit dem Auto unterwegs zu sein, zwischendurch auszusteigen und die neue Gegend zu erkunden - das geht auf Ney eben nicht. Ganz sicher werde ich "meiner" kleinen ostfriesischen Insel weiter die Treue halten - aber Sylt war den einwöchigen "Flirt" neulich auf jeden Fall wert!
Montag, 6. April 2015
"Kein Urlaub in der Türkei" - Why?
Wie kommen Menschen zu so einer rigorosen Haltung? Ich finde, die verpassen viel Schönes.
Eine Woche vorm Oster-WE sind wir nach drei Wochen Türkei wieder nach Hause gekommen. Anfang März herrschten in Istanbul noch eher winterliche Temperaturen. Das machte aber nix. Das Wetter war kalt und klar - und für Sightseeing wie geschaffen. Wir konnten die wunderbaren Kulissen mit den Kuppeln wie aus 1001 Nacht genießen - und hatten keine langen Schlangen beim Eintritt in die Hagia Sophia oder die Blaue Moschee. Für eine Woche lebten wir in einer FeWo unterhalb des Galata-Turms "mittendrin". Wir sind vielen aufgeschlossenen, freundlichen Menschen begegnet.
Dann haben wir noch zwei Wochen den beginnenden Frühling genossen - in Gümüslük, einem kleinen Fischerdorf auf der Bodrum-Halbinsel. Noch war absolute Vorsaison und wir in dem Dorf die einzigen Touristen. Da war wieder viel Raum für Begegnungen. Obwohl nicht alle Türken dort Englisch sprechen, haben wir uns gut verständigen können. Mit Goodwill und Fantasie geht das ja auch mit Händen und Füßen.
Zu Keiner Zeit haben wir uns in den drei Wochen fremd gefühlt. Die Türken sind herzlich und gastfreundlich - und nicht wenige denken europäisch. Es wäre wunderbar, wenn dieses Denken sich durchsetzen könnte.
Eine Woche vorm Oster-WE sind wir nach drei Wochen Türkei wieder nach Hause gekommen. Anfang März herrschten in Istanbul noch eher winterliche Temperaturen. Das machte aber nix. Das Wetter war kalt und klar - und für Sightseeing wie geschaffen. Wir konnten die wunderbaren Kulissen mit den Kuppeln wie aus 1001 Nacht genießen - und hatten keine langen Schlangen beim Eintritt in die Hagia Sophia oder die Blaue Moschee. Für eine Woche lebten wir in einer FeWo unterhalb des Galata-Turms "mittendrin". Wir sind vielen aufgeschlossenen, freundlichen Menschen begegnet.
Dann haben wir noch zwei Wochen den beginnenden Frühling genossen - in Gümüslük, einem kleinen Fischerdorf auf der Bodrum-Halbinsel. Noch war absolute Vorsaison und wir in dem Dorf die einzigen Touristen. Da war wieder viel Raum für Begegnungen. Obwohl nicht alle Türken dort Englisch sprechen, haben wir uns gut verständigen können. Mit Goodwill und Fantasie geht das ja auch mit Händen und Füßen.
Zu Keiner Zeit haben wir uns in den drei Wochen fremd gefühlt. Die Türken sind herzlich und gastfreundlich - und nicht wenige denken europäisch. Es wäre wunderbar, wenn dieses Denken sich durchsetzen könnte.
Donnerstag, 5. März 2015
Zitate von und über Steve Jobs
(Gefunden in seiner autorisierten Biografie - aufbereitet als Powerpoint zum Einstieg in die Predigt des Gemeindeleiters am 1. März 2015 in der FeG Norderstedt)
„Das Christentum verliert an Kraft, wenn es sich zu sehr auf den Glauben
stützt, statt nach dem Vorbild von Jesus zu leben oder die Welt mit dessen
Augen zu sehen.“
(Steve Jobs)
„Vegetariertum und Zen-Buddhismus, Meditation und Spiritualität, LSD und
Rockmusik – Jobs vereinte auf seine Weise die vielfachen Impulse der nach
Erleuchtung suchenden Campus-Subkultur jener Zeit“ (Walter Isaacson)
„Jobs lief immer barfuß herum. Besonders fasziniert war ich von seiner
Intensität. Wenn er Interesse an etwas hatte, war er wie besessen davon.“
(Robert Friedland)
„Steve grübelte viel über die Tatsache nach, dass er adoptiert worden war
und redete häufig mit mir darüber. Über die Primärtherapie und schleimfreie
Ernährung versuchte er, sich zu reinigen und tiefer in seine Enttäuschung über
seine Geburt einzudringen. Er erklärte mir, er sei zutiefst verärgert über die
Tatsache, dass man ihn weggegeben habe.“ (Greg Calhoun)
„Jobs ist eine schwierige Persönlichkeit und manipulativ zu sein gehört
einfach zu den weniger angenehmen Eigenschaften, die zu seinem Erfolg
beitragen.“ (Steve Wozniak)
„Jobs schien manchmal von Dämonen getrieben zu sein. Sein Wagemut half ihm,
Dinge zu regeln – gelegentlich, indem er andere manipulierte. Er konnte
charismatisch, ja faszinierend sein, aber auch kühl und brutal“. (Walter
Isaacson)
„Man soll ein Unternehmen nie mit dem Ziel gründen, reich zu werden. Das
Ziel sollte vielmehr sein, etwas auf den Markt zu bringen, woran man glaubt,
und ein Unternehmen zu schaffen, das von Dauer sein wird.“ (Steve Jobs)
„Die Verschmelzung von Flower Power und Mikroprozessor, von Erleuchtung und
Technologie wurde von Steve Jobs verkörpert, der morgens zunächst meditierte,
dann Physikvorlesungen in Stanford besuchte und nachts bei Atari arbeitete.“
(Walter Isaacson)
„Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse“ (Steve Jobs)
„Steve ist das Gegenteil von loyal. Er ist antiloyal. Er muss die Leute
verraten, die ihm nahestehen.“ (Andy Hertzfeld)
„Ich wünschte mir, ich hätte mich anders verhalten. Ich konnte mich nicht
als Vater sehen, also konfrontierte ich mich nicht damit. Doch als die
Testergebnisse zeigten, dass sie meine Tochter war, zweifelte ich nicht daran.
Ich war bereit, sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr zu unterstützen…Ich versuchte,
das Richtige zu tun. Aber wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich es
besser machen.“ (Steve Jobs)
„Teile seines Lebens und seiner Persönlichkeit sind extrem chaotisch, und
das ist die Wahrheit. Er ist gut im Herumspinnen, aber er hat auch eine
bemerkenswerte Geschichte aufzuweisen“. (Laurene Jobs, Ehefrau)
„Steve ist ein katastrophaler Manager…Er vergisst seine Termine so regelmäßig, dass es in der Firma zum Running Gag geworden ist…Er handelt unüberlegt und hat kein Urteilsvermögen…Er nimmt die Ideen anderer als eigene in Anspruch. Er fällt einem ins Wort und hört nie zu.“ (Jef Raskin)
„Picasso sagte immer: Gute Künstler kopieren, große Künstler klauen. Und
wir haben schon immer schamlos große Ideen geklaut.“ (Steve Jobs)
„Mit 26 Jahre leitet Jobs ein Unternehmen, das noch sechs Jahre zuvor in
einem Schlafzimmer und der Garage seines Elternhauses residierte, dieses Jahr aber
vermutlich 600 Millionen Dollar Umsatz machen wird“ (Aus der Titelgeschichte
der TIME von 1982)
„Ich schwor mir, vom Reichtum nicht mein Leben ruinieren zu lassen“ (Steve
Jobs)
„Wie viele große Männer mit außergewöhnlichen Begabungen ist Steve nicht
auf jedem Gebiet außergewöhnlich. Ihm fehlt die soziale Kompetenz…aber er
engagiert sich sehr dafür, Menschen zu stärken und zu fördern und ihnen die
richtigen Werkzeuge in die Hand zu geben.“ (Laurene Jobs, Ehefrau)
„Der Gedanke, dass ich bald tot sein werde, ist die wichtigste
Entscheidungshilfe für die großen Fragen des Lebens. Weil fast alles … im
Angesicht des Todes bedeutungslos wird, bleibt nur das wirklich bedeutsame
übrig. Sich vor Augen zu halten, dass man sterben wird, ist die beste Methode,
die ich kenne, um nicht in die Falle zu tappen, sich selbst vorzumachen, man
habe etwas zu verlieren. Wir alle sind bereits nackt. Es gibt keinen Grund,
nicht seinem Herzen zu folgen.“ (Steve Jobs)
„Ein Hoch auf die Verrückten. Auf
die Nonkonformisten. Die Rebellen. Die Unruhestifter. Die Unangepassten. Die
Querdenker. Sie halten nichts von ehernen Gesetzen. Sie sind nicht gewillt, den
Status quo zu respektieren. Man kann sie zitieren, ihnen widersprechen, sie
verherrlichen oder verteufeln. Nur ignorieren kann man sie nicht. Weil sie die
Welt verändern. Sie treiben die Menschheit an. Auch wenn manche sie für
verrückt halten, sehen wir die Genialität. Denn die Menschen, die verrückt
genug sind zu denken, sie würden die Welt verändern…sind diejenigen, die es tun
werden.“ (Apple Werbung 1997. Think different)
Mittwoch, 25. Februar 2015
Was mir Ostern bedeutet
Obwohl ich sehr fromm aufgewachsen bin, bedeutete mir Ostern als Kind und
Teenager nicht mehr als Eierfärben, Süßigkeiten suchen und Schulferien. Das
liegt daran, dass ich in einer Brüdergemeinde groß geworden bin – und zwar in einer
„Christlichen Versammlung“. Im Gegensatz zu anderen Formen der Brüdergemeinde –
zum Beispiel den „Offenen Brüdern“ oder den „Bundesversammlungen“ - waren diese
Gemeinschaften damals noch sehr eng an John Nelson Darby orientiert.
Er kam während der Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts zum Glauben und
war der Ansicht, dass die Kirche schon in der frühen Christenheit einen
falschen Weg eingeschlagen habe. Deshalb galten ihm alle kirchlichen
Traditionen nichts, einziges Vorbild für Glaubende waren die Urgemeinden im
Neuen Testament. Die kannten weder Weihnachten noch Ostern, sondern trafen sich
an jedem ersten Tag der Woche (Sonntag) zum „Brotbrechen“. (Apg. 2,42 und 20,7)
Auch meine Gemeinde feierte jeden Sonntag Gottesdienst. Der war aber an Ostersonntag
kein besonderer. Und wenn Weihnachten nicht auf einen Sonntag fiel, gab es da gar
keinen Gottesdienst.
Trotzdem sind mir die Passionstexte der Bibel und vor allem die Ostertexte
im Johannesevangelium sehr präsent. Ich kann sie so ziemlich auswendig. Das
liegt daran, dass in meiner „Christlichen Versammlung“ jeden Sonntag Abendmahl
gefeiert wurde. Und zwar ausführlich eine Stunde lang. Danach kam erst der
„Verkündigungsgottesdienst“. Leitfaden für das „Brotbrechen“ waren Jesu Worte
„Tut dieses zu meinem Gedächtnis“. Im Rahmen dieser Feierstunde wurden vor
allem die biblischen Texte zu Leiden, Tod und Auferstehung Jesu immer wieder
gelesen.
Als junges Ehepaar haben wir uns einer Freien evangelischen Gemeinde
angeschlossen. Seither haben wir viel
Wissen nachgeholt in Sachen „Kirchengeschichte“. Außerdem haben wir unsere
Freude an Weihnachts- und Ostergottesdiensten entdeckt. Wobei sich bei mir eine
bisher unerfüllte Sehnsucht entwickelt hat. Ich möchte einmal einen
Ostersonntag erleben, an dem der Gottesdienst so ein fröhliches und
begeistertes Fest ist, wie es mir inzwischen angemessen erscheint.
(Mein Beitrag in der aktuellen JOYCE)
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