Donnerstag, 29. November 2012

Die auf Facebook lasen es schon...

...aber natürlich muss ich es nun auch hier posten. Mein Buchcover ist fertig. Und hier kommt die Werbung vom Verlag:


Undercover-Engel Ernesto ist gar nicht begeistert, als sein Pieper ihm die Nachricht übermittelt, dass er für einen neuen Geheimauftrag zurück auf die Erde muss. Eine Gemeinde im Ruhrpott macht Probleme, und gemeinsam mit seinem nervigen Kollegen Berthold soll er sich dort einschleusen, um die schwarzen Schäfchen wieder auf den rechten Weg zu bringen. In ihren „Telepathie-Mails“ berichten sie dem Kommandostab regelmäßig vom irdischen Geschehen.Mit viel Humor, einem scharfen Blick für Gemeinde-(Un-)Sitten und genauem
Empfinden für seelsorgerliche Nöte erzählt Annekatrin Warnke in ihrem Erstlingswerk die witzig-unterhaltsame Geschichte des Undercover-Duos „Ernie und Bert“.

Cool, oder? :-)




Freitag, 23. November 2012

In den Kindern weiterleben...

...prima, wenn man das noch mitkriegt, bevor man tot ist!
Gestern war Premiere in Hamburg - Musik und Theater.

http://www.youtube.com/watch?v=zRFSzlKlwK4

Mal abgesehen davon, dass sich mal wieder gezeigt hat, was für eine fantastische Geschichte C.S. Lewis geschrieben hat (und dass man die auch in Chormusik mit eingespielten Szenen berührend umsetzen kann) - für die Theatertruppe war meine älteste Tochter verantwortlich.
Sie hatte nur knapp drei Monate Zeit, um diese Truppe auf die Beine zu stellen und regiemäßig einzunorden. Das hat sie super gemacht! Großes Kino!
Da sehe ich dann, dass mein Kind dieselben Vorlieben hat wie ich.
Allerdings kann Raffaela viel mehr als ich. Sie hat gestern auch eine Theaterolle gespielt und ein Solo gesungen - und das war Beides richtig großes Kino! Da freue ich mich dann, dass wir uns an beiden Talenten in ihr schon gefreut haben, als sie noch sehr jung war. Und dass sie die auch weiter entwickeln konnte.

Aber "Narnia" Hamburg 2012 lohnt sich nicht nur wegen Ela. 120 SängerInnen und eine großartige Band musizieren beeindruckend. Und die Laienschauspieler haben ihre Sache alle richtig gut gemacht!


Sonntag, 11. November 2012

"Ziemlich beste Freunde"...

...solche in dem Gatten und den erwachsenen Kindern zu haben, ist eine der Segnungen, die "frau" erleben kann, wenn sie jung Mutter geworden ist.
Gestern wurde ich 50. "Ich bin halb so alt wie du", sagte das Mittlere unserer Kinder zwischen 22 und fast 27. Sie sagte es mitten in einem Wochenende voller Spaß und Harmonie. Mein Geburtstagswochenende habe ich mit meinen vier liebsten Menschen in einem Hotel mitten in der Bremer Altstadt verbracht. Aus diversen Himmelsrichtungen hatten wir uns dort getroffen. Gebucht war ein Doppel- und ein Dreibettzimmer. Was unsere Drei als Kinder blöd fanden, finden sie jetzt als Ausnahme nett: Zwei Nächte in einem Zimmer. Die Zimmer lagen direkt gegenüber. Freitagnacht haben wir in Pyjamas in meinen Geburtstag rein gefeiert.
Ausserdem hatten wir zweimal lecker Hotelfrühstück, zweimal lecker Abendessen, einen Casinobesuch, ein Shoppingerlebnis, einen Museumsbesuch, diverse Cocktails und ganz viel "Erzählen".
Es ist nett, sowas gemeinsam zu erleben, wenn alle Beteiligten noch gesund sind und Lust haben, was zu unternehmen.
Ich glaube, wir werden uns alles Fünf gerne an meinen 50. erinnern. Wird auch für unsere Kinder schön sein, wenn es irgendwann schwierig und anstrengend wird mit ihren alten Eltern.

Samstag, 3. November 2012

Laberwasser - dat letzte für heute

Also - der Gatte guckt immer noch Fußball. :-) Nachdem er meinen sensationellen Eintopf mit Genuss verputzt hat...
Wer öffentlich redet, bekommt auch Komplimente. Irgendein "Fan" ist immer unter den Zuhörern - und außerdem sind Erwachsene oft auch einfach nur höflich und nett. Muss man sich also nix drauf einbilden, wenn man nach ner Rede gelobt wird. Es gibt auch die Kritiker - und die meckern oft ausgiebig später.
Wirklich eingebildet bin ich nach diesem WE wegen der Zuneigung von Hanna. Die ist sechs Jahre alt und gehört zu meiner Gastgeberfamilie. Beschrieben wurde sie mir als extrem schüchtern.
Von dieser Schüchternheit war im Gespräch mit mir beim Abendbrot gestern nichts zu merken. Hanna war sehr zutraulich. Die Krönung war ihr Kuss auf meine Wange, als sie sich im Schlafanzug und mit geputzten Zähnen von allen zur Nacht verabschiedet hat. Zum Kuss hat sie wirklich Keiner gezwungen!
Heute Morgen zum Abschied bekam ich dann ein extra gemaltes Bild von ihr. Da ist eine wunderschöne Sonne drauf, ein dunkler Mond und ein Regenbogen. Und nen Kuss gabs noch als Zugabe oben drauf.
Dass unsere Herzen sich so in kurzer Zeit gefunden haben - da freue ich mich echt drüber! Wenn ein Kind einem spontan und vertrauensvoll seine Zuneigung schenkt - das ist echt was, wo man sich was drauf einbilden kann!

Laberwasser getrunken...

...so nennt man das, was mich gerade befallen hat, dort, wo ich "wech" komme. Nach "labern" kann man googeln, siehe hier:


Bedeutung: plaudern

 [Verb]

quasselnquatschenratschenredenerzählensich unterhaltensprechenbabbeln,daherschwätzenklatschenklönenlabernpalavernplappernplauschenschwatzen


Mir ist gerade nach "labern". Bin zurück von meinem dritten FFF mit Übernachtung in Folge. Und der Gatte guckt gerade Fußball. :-)
Also - ich kann mich ärgern, dass ich über meine Einsätze als Referentin bei FFF nicht Tagebuch geführt habe! Immerhin mache ich das jetzt seit Herbst 2004 und habe dabei ne Menge erlebt. Vor allem bei den Einsätzen mit Übernachtung! Von eiskalten Kellerzimmern bis Luxus-Apartments in schicken Privat-Villen war alles dabei.   
In den letzten drei Wochen hatte ich: Ein echtes Hotelzimmer am Veranstaltungsort in Diepholz. Nach der Freitagabendveranstaltung mit Männern konnte ich noch ein Dinner ala Kart bestellen. Und morgens fiel ich ausgeruht in den Saal fürs Frühstück. 
Letztes Wochenende hatte ich ein Zimmer im Privathaus unterm Dach mit eigenem Bad - sogar für zwei Nächte, weil in Gevelsberg auch noch die Sonntagspredigt "gebucht" war. Die "Ollis" in Ennepetal sind wunderbare Gastgeber, die auch gleich noch ein Wochenendverwöhnprogramm für mich zelebriert haben.
Letzte Nacht war ich dann in Jever. Dort hatte ich zum Schlafen ein Durchgangszimmer mit Familienanschluss - der bestand aus Oma, Eltern und zwei entzückenden Kindern zwischen sechs und vier Jahren. Mit der jugendlichen Oma teilte ich das Bad, das Abendbrot teilten wir alle Sechs miteinander. Weil das liebe Menschen sind, war auch das eine schöne Erfahrung.
Es macht mir viel Freude, so unterwegs zu sein und in unterschiedliche Leben rein schnuppern zu dürfen. Gott sei Dank kann ich ja überall schlafen.Spannend finde ich die Abwechselung aber vermutlich nur, weil ich nicht so leben MUSS. Ich freue mich dann immer wieder auf MEIN Bett, MEIN Zuhause und MEINE Leute. 
Aber es macht großen Spaß, immer wieder unterwegs sein zu dürfen. "Referentin" ist ein prima Nebenjob! Da kostet das Unterwegs-Sein und Eindrücke sammeln einen selbst keinen Cent - nur Zeit. 
      

Was ist eigentlich "Rhetorik"?

Ich komme auf die Frage, weil ich nun an drei Samstagen und zwei Sonntagen hintereinander gehört habe, ich würde die gut beherrschen.
Also - ich hatte ab Mitte Oktober drei Frauenfrühstücke und zwei Sonntagspredigten. Fünf ganz verschiedene Reden, zu fünf Themen. Und was "Rhetorik" ist, weiß ich immer noch nicht genau. Hat wohl was mit Redekunst zu tun - und man kann das wohl auch lernen. Ich habe das nicht gelernt - und wundere mich deshalb über Feedbacks in diese Richtung.
Der Wikipedia-Eintrag zum Thema ist mir zu mühsam zu lesen - viel zu theoretisch. Allerdings habe ich dort einige interessante Zitate gefunden:


  • „Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.“ (Mark Twain)
  • „In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst.“ (Augustinus von Hippo)
  • „Daher ist es erforderlich, Kunstfertigkeit anzuwenden, ohne dass man es merkt, und die Rede nicht als verfertigt, sondern als natürlich erscheinen zu lassen – dies nämlich macht sie glaubwürdig.“ (Aristoteles)
  • „Beherrsche die Sache, dann folgen auch die Worte − rem tene, verba sequentur.“ (Cato der Ältere, 234–149 v. Chr.)
  • „Eine gute Rede ist wie ein Bikini – knapp genug, um spannend zu sein, aber alle wesentlichen Stellen abdeckend.“ (John F. Kennedy)
  • „Wählen Sie für Ihre Reden Themen, die Ihnen am Herzen liegen.“ (Dale Carnegie)


Zu diesen Erkenntnissen kann ich nur sagen: "Ja!" Meine Erfahrung ist: Eine Rede muss nicht brillant sein. Sie muss nicht super intelligent wirken. Und schon gar nicht muss sie Gestik und Mimik aufgesetzt einsetzen. Klar sollte man drei Sätze geradeaus sprechen können vor Publikum. Aber was ankommt, ist das, was ehrlich ist. Was ankommt ist, wenn man nicht manipuliert, sondern anbietet; wenn man die Zuhörer als mündige Menschen ernst nimmt. 
Ich behaupte also mal: Die wichtigste Voraussetzung für eine gute Rede ist die echte Überzeugung und Leidenschaft des Redners zum Thema. Dann spielt alles, was man an "Redekunst" lernen kann, eine untergeordnete Rolle. Oder?

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Was ist eigentlich "Glück"?

Auf diese Frage gibt es natürlich viele kluge Antwortversuche, die manchmal dicke Bücher füllen. Als ich heute morgen sehr erstaunt über mich war, habe ich über MEINE Antwort nachgedacht.
Ich habe mich heute so gegen 10.00 gewundert, dass ich so fröhlich bin. Das fiel mir mitten in einer meiner ungeliebtesten Aufgaben auf: Ich war beim Badputzen. Und trotzdem - und obwohl der nächste Urlaub in weiter Ferne liegt - war ich supergut drauf! Und mir wurde bewusst, dass das (im Großen und Ganzen jedenfalls) schon seit Monaten so ist. Obwohl in diesen Monaten nicht alles so klasse war wie Südafrika.

Ich habe ein bisschen nachgedacht, als ich das Klo scheuerte - und hier das Ergebnis:
Glück ist, wenn man Niemanden kennt - egal ob persönlich oder aussem Fernsehen - mit dem man tauschen möchte. Ich möchte tatsächlich Niemand anders sein als ich. Was jetzt nicht heißt, dass es nicht noch gewaltige Verbesserungsmöglichkeiten meines Charakters gäbe. :-)) Aber ich freue mich, dass ich MEIN Leben leben darf.
Das ist nicht nur verwunderlich. Ich bin nicht arm und ich bin nicht krank - und damit schon mal besser dran als weit über 90% der Weltbevölkerung. Trotzdem gibt es ja Menschen, die auch nicht arm und krank sind und trotzdem unzufrieden.
Aber die haben vielleicht keinen Ehepartner, der ihr bester Freund ist. Der Gatte und ich sind nun 28 Jahre verheiratet und ich weiß Niemand, mit dem ich soviel gemeinsam gelacht habe wie mit ihm. Ich weiß auch Niemand, mit dem ich so kräftig zanken kann ohne dass nach dem Streit Bitterkeit zurück bleibt. Und bei aller Vertrautheit gibt es trotzdem immer mal wieder dieses Prickeln im Bauch als hätte ich Unmengen Brausestäbchen gegessen...
Die haben vielleicht auch nicht drei wunderbare, erwachsene Kinder, mit denen ein geselliges Zusammensein immer wieder Spaß macht. Natürlich machen wir uns um jedes von ihnen auch Gedanken und Sorgen - ganz unterschiedlicher Art. Aber weil sie ganz besonders sind, gehören sie zu den Menschen, die wir immer wieder richtig gerne um uns haben. Und als Sahnehäubchen oben drauf haben sie auch noch einen guten Geschmack, was ihre Partner und Freunde anbelangt.
Und nicht zu Letzt: Ich bin völlig einverstanden mit den Gaben, die Gott mir gegeben hat. (Auch mit denen, die er mir nicht gegeben hat.) Und Gott ist so nett zu mir, dass er mich das, was ich kann und gerne tue, auch immer wieder machen lässt. Oft mit Segen.
Ich bin mir bewusst, dass Glück zerbrechlich ist. Hiob hat das in aller dunklen Tiefe erleben müssen. Aber dieses Bewusstsein lässt mich jeden Moment mit Mann, Kindern, Freunden und erfülltem Dienst so richtig dankbar genießen. Und das ist auch schon wieder Glück.