...die fließen bei mir nicht oft. Was wohl daran liegt, dass es nicht viel Trauriges in meinem Leben gibt. Weinen muss ich eher, wenn ich von Schönheit ergriffen bin. Und das kommt in Gottesdiensten nicht so häufig vor.
Vorgestern war es wieder so weit: Es war der Abschlussgottesdienst der RAD-Tagung am Rosenmontag und bei mir kullerten Tränen. Nicht, weil ich wusste, dass es nach dem Mittagessen wieder heißen würde: "Abschiednehmen". Obwohl es wirklich traurig ist zu wissen, dass man liebe Menschen ein ganzes Jahr nicht wieder sieht.
Nein. Ich habe geweint, weil der gemeinsame Gesang wieder so wunderschön war. Auf der Bühne ein Lobpreisteam mit herausragenden Stimmen und excellenten Musikern. Und um mich rum über 200 Leute, die fast alle auch großartig singen können. Da umhüllte mich fünf Lieder lang ein Klang, der in mir drin eine berauschende Resonanz erzeugt hat. Obwohl ich selbst unmusikalisch bin, hat Gott mir unterdessen ein Ohr für himmlische Töne geschenkt. "Himmlisch" - genau. Ich dachte, so ähnlich könnte sich das Lob im Himmel anhören. Und ich bin sehr dankbar, dass ich solche Erlebnisse auf dem "Berg der Verklärung" immer mal wieder haben darf. Die Erinnerung daran und die Vorfreude darauf machen es leichter, die sehr viel längere Zeit im Tal des Alltags guten Mutes und tatkräftig anzugehen.
Mittwoch, 13. Februar 2013
Montag, 28. Januar 2013
HINTERM HORIZONT
Was für ein Musical! Mit Musik, die Spaß macht. Ist eben ein "Rock-Musical". Mit hinreißenden Darstellern, peppigen Choreografien und viel Witz. Nebenbei ist diese Show auch noch unterhaltsamer Geschichtsunterricht. Gut - es geht um ein Stück relativ junger deutscher Geschichte. Aber meine Kinder haben die schon nicht mehr bewusst miterlebt. "Hinterm Horizont" zeigt sehr klar, wie das damals war Anfang der 80er, als die Mauer noch stand. Das war ich Anfang 20 - und ich kann mich noch gut daran erinnern. Was mir damals nicht so bewusst war: Udo Lindenberg war für viele junge Leute im Osten ein Lichtblick und ein Hoffnungsschimmer. Sie liebten seine rebellischen Texte, das "Panik-Orchester" und Udos Einsatz für ihre Freiheit. Es hat vielen von ihnen eine Menge bedeutet, dass er dafür gekämpft hat, in der DDR auftreten zu dürfen.
Nun ist es natürlich schon schräg - und vielleicht auch egozentrisch - sich noch zu Lebzeiten selbst so ne Art Denkmal zu setzen. Aber zum einen hat Udo es tatsächlich drauf. Die meisten seiner Texte sind wirklich genial: frech, intelligent, ironisch und sympathischerweise auch oft selbstironisch. Und zum anderen: Es ist ja Fakt, dass er auf seine Art dafür gekämpft hat, dass die Mauer verschwindet. "Gitarren statt Knarren" oder "Sonderzug nach Pankow" - das hat ja was bewegt. Immerhin hatte die Stasi Angst vor dem, was seine Auftritte auslösen könnten.
Wenn ein Künstler erfolgreich mithilft, dass sich politisch was verbessert, ist das großes Kino. Da stört es mich nicht, dass Einer sein "Denkmal" selbst in die Hand nimmt. Zumal die Lindenbergsche Selbstironie im Musical auch nicht zu kurz kommt.
Für alle Berlin Besucher kann ich den Besuch im "Theater am Potsdamer Platz" von Herzen empfehlen.
Nun ist es natürlich schon schräg - und vielleicht auch egozentrisch - sich noch zu Lebzeiten selbst so ne Art Denkmal zu setzen. Aber zum einen hat Udo es tatsächlich drauf. Die meisten seiner Texte sind wirklich genial: frech, intelligent, ironisch und sympathischerweise auch oft selbstironisch. Und zum anderen: Es ist ja Fakt, dass er auf seine Art dafür gekämpft hat, dass die Mauer verschwindet. "Gitarren statt Knarren" oder "Sonderzug nach Pankow" - das hat ja was bewegt. Immerhin hatte die Stasi Angst vor dem, was seine Auftritte auslösen könnten.
Wenn ein Künstler erfolgreich mithilft, dass sich politisch was verbessert, ist das großes Kino. Da stört es mich nicht, dass Einer sein "Denkmal" selbst in die Hand nimmt. Zumal die Lindenbergsche Selbstironie im Musical auch nicht zu kurz kommt.
Für alle Berlin Besucher kann ich den Besuch im "Theater am Potsdamer Platz" von Herzen empfehlen.
Freitag, 18. Januar 2013
"Dieses Kribbeln im Bauch"...
..."das man nie mehr vergisst, so als wenn man zu viel Brausestäbchen isst..."
Diesen Song von PE Werner habe ich irgendwann in den Neunzigern rauf und runter gehört. Genauso gerne wie viele Songs der deutschen Popgruppe "PUR". Der Gatte und ich mochten die meisten der Texte in Verbindung mit der Musik. "Hab' mich wieder mal an dir betrunken" zum Beispiel. Oder "Abenteuerland". Wegen PUR waren wir sogar bei Regen und Wind auf unserem einzigen Freiluftkonzert im Hamburger Stadtpark.
Am Mittwoch habe ich mit dem Mann telefoniert, der diese ganze wunderbare Mucke produziert hat - Dieter Falk. Und das wegen meiner Aufgabe als Porträtistin für "Christsein heute". Dieter Falk ist Christ, groß geworden in der FeG Siegen-Geisweid. Das wusste ich nicht, als ich ihn 2006 zum ersten Mal im TV gesehen habe - in seiner Aufgabe als Juror bei "Popstars". Ich wusste es auch noch nicht, als ich vor einiger Zeit begeistert die "Zehn Gebote" in Hannover gesehen habe.
Jedenfalls ist es nett, plötzlich mit Jemand zu plaudern, dessen Arbeit ich jahrelang gut fand. Zumal es auch ein sehr nettes Gespräch war!
Überhaupt habe ich für diese Serie in Christsein heute schon viele gute Gespräche mit Leuten geführt, die ich gar nicht kenne. Auch heute wieder mit Detlef Blöcher, dem Direktor der Deutschen Missionsgesellschaft. Der bezeichnet sich schmunzelnd als "Alt 68er". Sein Herz schlug für die Studentenrevolten, als er noch kein Christ war. Er hat aus dieser Zeit Spannendes zu erzählen.
Zu diesem wunderbaren Job bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind. :-) Und reich werden kann ich damit nicht. Aber er macht Spaß - und mein Horizont wird nicht kleiner dabei. Das kribbelt auch im Bauch...
Diesen Song von PE Werner habe ich irgendwann in den Neunzigern rauf und runter gehört. Genauso gerne wie viele Songs der deutschen Popgruppe "PUR". Der Gatte und ich mochten die meisten der Texte in Verbindung mit der Musik. "Hab' mich wieder mal an dir betrunken" zum Beispiel. Oder "Abenteuerland". Wegen PUR waren wir sogar bei Regen und Wind auf unserem einzigen Freiluftkonzert im Hamburger Stadtpark.
Am Mittwoch habe ich mit dem Mann telefoniert, der diese ganze wunderbare Mucke produziert hat - Dieter Falk. Und das wegen meiner Aufgabe als Porträtistin für "Christsein heute". Dieter Falk ist Christ, groß geworden in der FeG Siegen-Geisweid. Das wusste ich nicht, als ich ihn 2006 zum ersten Mal im TV gesehen habe - in seiner Aufgabe als Juror bei "Popstars". Ich wusste es auch noch nicht, als ich vor einiger Zeit begeistert die "Zehn Gebote" in Hannover gesehen habe.
Jedenfalls ist es nett, plötzlich mit Jemand zu plaudern, dessen Arbeit ich jahrelang gut fand. Zumal es auch ein sehr nettes Gespräch war!
Überhaupt habe ich für diese Serie in Christsein heute schon viele gute Gespräche mit Leuten geführt, die ich gar nicht kenne. Auch heute wieder mit Detlef Blöcher, dem Direktor der Deutschen Missionsgesellschaft. Der bezeichnet sich schmunzelnd als "Alt 68er". Sein Herz schlug für die Studentenrevolten, als er noch kein Christ war. Er hat aus dieser Zeit Spannendes zu erzählen.
Zu diesem wunderbaren Job bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind. :-) Und reich werden kann ich damit nicht. Aber er macht Spaß - und mein Horizont wird nicht kleiner dabei. Das kribbelt auch im Bauch...
Mittwoch, 9. Januar 2013
Ein paar Worte zum Autokennzeichen "PI"
Da musste ich doch gestern auf Facebook lesen, dass echte Hamburger sich u.a. dadurch auszeichnen, dass sie bei Autos mit "PI" Panik in den Augen kriegen. Hallo? Gehts noch?
Wohnen im Kreis Pinneberg ist erste Sahne! (Und Autofahren kann ich auch.)
Wir leben quasi auf dem Land - und brauchen trotzdem nur 25 Minuten bis HH. Wir sind ruckzuck an Nord- und Ostsee und in Dänemark - und fix in der schönsten Stadt der Welt. So wie gestern. Eine halbe Stunde mit AKN und Shuttlebus- und ich war in der O2-Arena, um das Deprie-Wetter der letzten Tage hinter mir zu lassen. Die Hamburg Freezers spielten nämlich gegen die Berliner Eisbären. Beim Eishockey ist es völlig egal wie ekelig das Wetter draußen ist. Die Stimmung in der Halle macht, dass es warm ums Herz wird. Zudem haben die Freezers auch noch 6:4 gewonnen. Da ging echt die Post ab!
Neben vielem anderem haben mich die Berliner Fans fasziniert. Die waren nur ein relativ kleines Häuflein - und haben fast mehr motivierenden Lärm gemacht als der große Freezer-Fanblock.
Dann habe ich mal wieder gelernt, dass Menschen es lieben, begeistert gemeinsam zu singen. Menschen, denen man Leidenschaft aus voller Kehle auf den ersten Blick gar nicht zutraut.
Und ich frage mich, warum wir diese Freude am Feiern und Loben nicht mehr in unseren Gottesdiensten berücksichtigen.
Wohnen im Kreis Pinneberg ist erste Sahne! (Und Autofahren kann ich auch.)
Wir leben quasi auf dem Land - und brauchen trotzdem nur 25 Minuten bis HH. Wir sind ruckzuck an Nord- und Ostsee und in Dänemark - und fix in der schönsten Stadt der Welt. So wie gestern. Eine halbe Stunde mit AKN und Shuttlebus- und ich war in der O2-Arena, um das Deprie-Wetter der letzten Tage hinter mir zu lassen. Die Hamburg Freezers spielten nämlich gegen die Berliner Eisbären. Beim Eishockey ist es völlig egal wie ekelig das Wetter draußen ist. Die Stimmung in der Halle macht, dass es warm ums Herz wird. Zudem haben die Freezers auch noch 6:4 gewonnen. Da ging echt die Post ab!
Neben vielem anderem haben mich die Berliner Fans fasziniert. Die waren nur ein relativ kleines Häuflein - und haben fast mehr motivierenden Lärm gemacht als der große Freezer-Fanblock.
Dann habe ich mal wieder gelernt, dass Menschen es lieben, begeistert gemeinsam zu singen. Menschen, denen man Leidenschaft aus voller Kehle auf den ersten Blick gar nicht zutraut.
Und ich frage mich, warum wir diese Freude am Feiern und Loben nicht mehr in unseren Gottesdiensten berücksichtigen.
Samstag, 29. Dezember 2012
Zwischen den Jahren
Noch bin ich im "Weihnachtsmodus" - die letzten Kinder ziehen erst morgen wieder aus. Aber gerade ist mir aufgefallen, dass ich noch nicht mal in den letzten Tagen immer nur die "Mutter Beimer" geben musste.
Gestern Abend zum Beispiel war ich ziemlich "trashig" unterwegs. Mit meinen beiden Töchtern bin ich bis zur U-Bahn-Station "Feldstrasse" gefahren. Dann sind wir ein paar Schritte zum Hamburger "Bunker" gegangen. Da drin, im "Übel und Gefährlich" fand ein cooler Poetry-Slam statt. Acht Wettkämpfer in zwei Runden plus eine Finalrunde. Wir haben uns prächtig amüsiert - es gab ausgezeichnete Darbietungen und ich schätze diese besondere Kunstform immer mehr.
Besonders nett war es,dieses Event mit meinen Töchtern zu genießen. Die schummrige Atmosphäre, die unbequemen Plastikstühle, das Biergenuckel aus der Flasche - also nö, das war jetzt ganz bestimmt keine Mutter-Beimer-Kulisse. Allerdings - wieder mal gehörte ich im Publikum zu den wenigen Alten. Aber so lange meine Mädels sich nur ab und an über mich lustig machen ohne sich mit mir in der Öffentlichkeit zu schämen, fühlt sich "Altwerden" noch ganz ok an.
Gestern Abend zum Beispiel war ich ziemlich "trashig" unterwegs. Mit meinen beiden Töchtern bin ich bis zur U-Bahn-Station "Feldstrasse" gefahren. Dann sind wir ein paar Schritte zum Hamburger "Bunker" gegangen. Da drin, im "Übel und Gefährlich" fand ein cooler Poetry-Slam statt. Acht Wettkämpfer in zwei Runden plus eine Finalrunde. Wir haben uns prächtig amüsiert - es gab ausgezeichnete Darbietungen und ich schätze diese besondere Kunstform immer mehr.
Besonders nett war es,dieses Event mit meinen Töchtern zu genießen. Die schummrige Atmosphäre, die unbequemen Plastikstühle, das Biergenuckel aus der Flasche - also nö, das war jetzt ganz bestimmt keine Mutter-Beimer-Kulisse. Allerdings - wieder mal gehörte ich im Publikum zu den wenigen Alten. Aber so lange meine Mädels sich nur ab und an über mich lustig machen ohne sich mit mir in der Öffentlichkeit zu schämen, fühlt sich "Altwerden" noch ganz ok an.
Freitag, 28. Dezember 2012
Weihnachten 2012
Manchmal kann man sich seine Rolle im Leben nicht aussuchen - sie ist einfach da.
Am 26.12. kurz vor Mitternacht schauten der Gatte und ich uns an und sagten: "Jetzt sind wir die Patriarchen." Wir hätten es auch feministisch ausdrücken können. Dann könnte es heißen: "Jetzt sind wir Mutter Beimer". (Die gehört seit über 25 Jahren in die Lindenstraße und war schon immer die, welche sich um alles kümmert; die, bei der alle Fäden zusammenlaufen.)
Auf unserem Weihnacht-Spaziergang am 26.12. waren der Gatte und ich die Gastgeber des Familienevents - und die Ältesten. Außer uns waren unterwegs: Unsere drei Kinder, zwei zukünftige Schwiegerkinder, Lydie aus Kamerun, mein kleiner Bruder mit Frau, meine Nichte (9) und mein Neffe (3).
Mein Bruder sagte: "So lange wir noch immer mehr werden, ist alles gut. Wenn die Weihnachten kommen, wo welche von uns fehlen, wird es traurig."
Jo - kann man so sagen. Und mittlerweile ist es soweit, dass die Ersten, die naturgemäß fehlen werden, der Gatte und ich sind. Obwohl meine Kinder immer sagen: "Mutzi - du wirst bestimmt 110!"
Falls es tatsächlich so weit kommt, werden DANN meine Kinder diejenigen sein, die für mich Weihnachten ausrichten. (Oder deren Kinder...)
Derzeit sind wir diejenigen, die Weihnachten "ausrichten". Bei uns sammelt sich die Familie und lässt es sich gut gehen. Nicht nur am 26.12. - die ersten Kinder sind schon am 23.12 für eine Woche bei uns eingezogen. Und das war schön! Wir sind dankbar, dass unser Haus groß genug für alle ist. Ich hatte Spaß daran, mich in aller Ruhe um die Vorratshaltung und das Schmücken zu kümmern. Was für ein Geschenk, einen Tisch zu haben, um den locker 12 Menschen passen! Und trotzdem: Ich freue mich auch, wenn wir zwei Patriarchen (oder wir zwei Mutter Beimers) unser Haus ab morgen nachmittag wieder für uns haben.
Das Leben ist schön, wenn es aus Abwechselung bestehen darf. Ich würde verrückt, wenn ich tagaus-tagein auf diese Mutter Beimer Rolle festgenagelt wäre. (Das hat meine Mutter Jahrzehnte so durch litten). Aber so, wie es derzeit bei mir ist, ist es schön. Ab Morgen habe ich wieder Zeit für mich, für Zweisamkeit, fürs Schreiben, für Vorträge...Und erst Ende März, wenn Ostern ist, werden die Kinder mit ihrem Anhang wieder für ein paar Tage einfallen. Und dann werde ich mich wieder drauf freuen, für ein paar Tage "Mutter Beimer" zu sein.
Am 26.12. kurz vor Mitternacht schauten der Gatte und ich uns an und sagten: "Jetzt sind wir die Patriarchen." Wir hätten es auch feministisch ausdrücken können. Dann könnte es heißen: "Jetzt sind wir Mutter Beimer". (Die gehört seit über 25 Jahren in die Lindenstraße und war schon immer die, welche sich um alles kümmert; die, bei der alle Fäden zusammenlaufen.)
Auf unserem Weihnacht-Spaziergang am 26.12. waren der Gatte und ich die Gastgeber des Familienevents - und die Ältesten. Außer uns waren unterwegs: Unsere drei Kinder, zwei zukünftige Schwiegerkinder, Lydie aus Kamerun, mein kleiner Bruder mit Frau, meine Nichte (9) und mein Neffe (3).
Mein Bruder sagte: "So lange wir noch immer mehr werden, ist alles gut. Wenn die Weihnachten kommen, wo welche von uns fehlen, wird es traurig."
Jo - kann man so sagen. Und mittlerweile ist es soweit, dass die Ersten, die naturgemäß fehlen werden, der Gatte und ich sind. Obwohl meine Kinder immer sagen: "Mutzi - du wirst bestimmt 110!"
Falls es tatsächlich so weit kommt, werden DANN meine Kinder diejenigen sein, die für mich Weihnachten ausrichten. (Oder deren Kinder...)
Derzeit sind wir diejenigen, die Weihnachten "ausrichten". Bei uns sammelt sich die Familie und lässt es sich gut gehen. Nicht nur am 26.12. - die ersten Kinder sind schon am 23.12 für eine Woche bei uns eingezogen. Und das war schön! Wir sind dankbar, dass unser Haus groß genug für alle ist. Ich hatte Spaß daran, mich in aller Ruhe um die Vorratshaltung und das Schmücken zu kümmern. Was für ein Geschenk, einen Tisch zu haben, um den locker 12 Menschen passen! Und trotzdem: Ich freue mich auch, wenn wir zwei Patriarchen (oder wir zwei Mutter Beimers) unser Haus ab morgen nachmittag wieder für uns haben.
Das Leben ist schön, wenn es aus Abwechselung bestehen darf. Ich würde verrückt, wenn ich tagaus-tagein auf diese Mutter Beimer Rolle festgenagelt wäre. (Das hat meine Mutter Jahrzehnte so durch litten). Aber so, wie es derzeit bei mir ist, ist es schön. Ab Morgen habe ich wieder Zeit für mich, für Zweisamkeit, fürs Schreiben, für Vorträge...Und erst Ende März, wenn Ostern ist, werden die Kinder mit ihrem Anhang wieder für ein paar Tage einfallen. Und dann werde ich mich wieder drauf freuen, für ein paar Tage "Mutter Beimer" zu sein.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Winterzeit - Lesezeit
Lesen macht natürlich immer Spaß. Wer gerne liest, dem ist selbst die längste Zugfahrt zum Beispiel nicht langweilig. Aber so ein grauer, kalter Winternachmittag kann mit einem guten Buch zu einem echten Highlight werden. Lesen mit Kuscheldecke und dicken Socken auf dem Sofa ist an unterhaltsamer Gemütlichkeit einfach nicht zu toppen.
Gerade habe ich zwei Liebesromane mit großem Vergnügen hintereinander gelesen. Und dass, obwohl ich Liebesromane gar nicht so mag. Aber diese beiden "Franzosen" empfehle ich sehr gerne:
"Leon und Louise" von Alex Capus
Diese Liebesgeschichte beginnt während des ersten Weltkriegs. Ein Fliegerangriff reißt die Teenager auseinander, sie halten einander für tot. Leon heiratet. 1928 begegnen Leon und Louise sich zufällig wieder. Was weiter passiert, wird bis ins Jahr 1986 häppchenweise erzählt - und zwar sehr gut. Vor allem die Zeit, als die Nazis über Paris herrschten, wird eindrücklich lebendig. Und trotz aller Dramatik ist der Ton des Buches leicht und immer wieder auch komisch. Leon und Louise sind ein höchst originelles Liebespaar - zum Verlieben!
"Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau"
"Komisch, verführerisch, witzig und romantisch" - so heißt es im Werbetext. Und das stimmt! Die Geschichte ist nicht so tiefgründig wie die von Capus, aber mindestens genauso originell und durchaus hintersinnig. Da werden en passent kleine Spitzen gegen das Verlagswesen ausgeteilt. Die Story geht so:
Die Restaurantbesitzerin Aurelie hat Liebeskummer. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte sie den Autor kennenlernen. Doch der ist leider sehr menschenscheu, behauptet sein bärbeißiger Lektor. Aber Aurelie gibt nicht auf...
Diese beiden Romane plus Kuscheldecke plus dicke Socken sind mein heißer Tipp gegen Winterdepression.
Gerade habe ich zwei Liebesromane mit großem Vergnügen hintereinander gelesen. Und dass, obwohl ich Liebesromane gar nicht so mag. Aber diese beiden "Franzosen" empfehle ich sehr gerne:
"Leon und Louise" von Alex Capus
Diese Liebesgeschichte beginnt während des ersten Weltkriegs. Ein Fliegerangriff reißt die Teenager auseinander, sie halten einander für tot. Leon heiratet. 1928 begegnen Leon und Louise sich zufällig wieder. Was weiter passiert, wird bis ins Jahr 1986 häppchenweise erzählt - und zwar sehr gut. Vor allem die Zeit, als die Nazis über Paris herrschten, wird eindrücklich lebendig. Und trotz aller Dramatik ist der Ton des Buches leicht und immer wieder auch komisch. Leon und Louise sind ein höchst originelles Liebespaar - zum Verlieben!
"Das Lächeln der Frauen" von Nicolas Barreau"
"Komisch, verführerisch, witzig und romantisch" - so heißt es im Werbetext. Und das stimmt! Die Geschichte ist nicht so tiefgründig wie die von Capus, aber mindestens genauso originell und durchaus hintersinnig. Da werden en passent kleine Spitzen gegen das Verlagswesen ausgeteilt. Die Story geht so:
Die Restaurantbesitzerin Aurelie hat Liebeskummer. Unglücklich streift sie durch Paris und stößt in einer Buchhandlung auf einen Roman, der nicht nur ihr Lokal, sondern auch sie selbst beschreibt. Natürlich möchte sie den Autor kennenlernen. Doch der ist leider sehr menschenscheu, behauptet sein bärbeißiger Lektor. Aber Aurelie gibt nicht auf...
Diese beiden Romane plus Kuscheldecke plus dicke Socken sind mein heißer Tipp gegen Winterdepression.
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