Freitag, 5. April 2013

"Wir lieben und wissen nichts"...

...heißt das Stück, das wir heute in den Hamburger Kammerspielen gesehen haben. Moritz Rinke hat ein grandioses Theaterstück geschrieben! Supergute Dialoge - witzig und bissig. Eine Handlung zwischen zwei Paaren, die sich spannend entwickelt und rasant entfaltet. Und dabei ganz viel Tiefgang, unterhaltsame Denkanstöße...der Mann ist ein Vorbild für alle, die sich als Theater-Autoren versuchen möchten.
Außerdem war die Inszenierung erste Sahne - und dazu agierten vier erstklassige Schauspieler:
Karoline Eichhorn, Stephan Kampwirth, Wanja Mues und Katharina Wackernagel. Es hat großen Spaß gemacht, denen zuzugucken!
Kleines Sahnehäubchen obendrauf: Das Stück geht 1 Stunde und 50 Minuten ohne Pause. Da konnte man sich ohne Störung richtig in die Geschichte rein fallen lassen. Leider war sie viel zu schnell zu Ende.

Samstag, 23. März 2013

Stolz und Vorurteil

Ja ok - das ist ein großer Titel für einen kleinen Post! Aber er kam mir nun mal als erstes in den Sinn, als ich über das nachdachte, was ich gerade sagen möchte.

Ich habe ein kleines, feines Büchlein gelesen. Es ist klug und warmherzig und macht Lust darauf, Gottes Freund zu werden. Ich werde es ganz bestimmt in "Christsein heute" vorstellen.  Aber hier und jetzt will ich nicht verraten, wie es heißt.
Das liegt daran, dass ich den Autor persönlich einigermaßen gut kenne. Und ich mag ihn nicht so richtig gut leiden. Dabei hat er nix Schlimmes gemacht. Ich habe halt nur aufgrund mancher Beobachtungen ein Bild von ihm, das ich nicht so schmeichelhaft finde. Aber ein Bild kann vom Original meilenweit entfernt sein und mehr Ähnlichkeit mit einem Vorurteil als mit der Wahrheit haben.
Ich finde es faszinierend,  dass mich gute Worte berühren können, unabhängig davon, ob ich den Texter mag oder nicht. Im Falle dieses Büchleins empfinde ich das sogar als großes Geschenk. Außerdem denke ich: Jemand, der SO schreibt, MUSS liebenswerter sein, als ich ihn sehe.
Obwohl - der letzte Satz ruft ja nach einer Diskussion. Können nur liebenswerte Menschen großartige und berührende Texte schreiben? Hm...
Ich jedenfalls werde nach dieser Lektüre den Autor bei der nächsten Begegnung wohl mit anderen Augen sehen. Jedenfalls ein bisschen wohlwollender als vorher.
 

Mittwoch, 6. März 2013

Noch ne Meinung zu 0014...

...die mich sehr freut. Ich verrate jetzt mal nicht, wer der "Kollege" ist. Er hat folgendes an meine Pinnwand bei Facebook gepostet:
„Liebe Annekatrin,
Dein Buch ist der Wahnsinn!
Ich hab mich zwar erst bis kurz vor den Epilog vorgearbeitet,
aber die letzten Seiten waren so stark, so überraschend,
so berührend. Ich bin einfach nur baff.
Zugegeben, die totale Begeisterung begann erst so etwa
ab der Hälfte des Buches.
Putziges Cover, nette Grundidee, viel charmanter Humor,
viele aktuelle Anspielungen, die mich zum Schmunzeln
und ein paar mal auch zum Prusten veranlasst haben.
Alles o.k., aber noch nicht bahnbrechend.
Aber dann: Wie Du schlicht, aber eindrücklich
so spannende Fragen wie Verheiratung Geschiedener,
Prophetie, Neid in der Gemeinde usw. ansprichst.
Die Geschichte von Corinna, Jürgen und Chris ist einfach nur stark.
Und dann erst einmal die Entwicklung von Timo und all das, was sie auslöst.
Ich hatte mir ja schon vorher so meine Gedanken gemacht
(Dein Buch ist ja eigentlich auch ein Krimi), aber auf so eine Wendung wäre ich nie gekommen.
Das ist echt stark, liebe Kollegin!
Ich danke Dir also noch einmal für das Buch und die Widmung.
Und ich wünsche Dir eine weite Verbreitung des Werks. Das hat es in sich!

Sonntag, 3. März 2013

"0014 Zwei Engel in geheimer Mission"

Hier kommt die erste öffentlich Rezi zu meinem Buch. Sie steht genauso bei Amazon mit fünf Sternen. :-) Bei "buecheraendernleben" gibt es auch noch ein Interview dazu. Das finde ich richtig gut, dass ich gleich die Chance hatte, selbst etwas zu meinem Werk zu sagen.
Der Herr Döring bietet da mit seiner Bücherseite einen guten Service!

http://buecheraendernleben.wordpress.com/2013/03/03/annekatrin-warnke-0014-zwei-engel-in-geheimer-mission/

Samstag, 2. März 2013

Privates Wunder

Technisch bin ich ja hinterm Mond. Bin froh, dass ich mailen kann. Und bloggen. :-)
Aber gerade habe ich doch zum 1. Mal geskypt. Söhnchen ist für vier Monate auf Jamaika - seit Mittwoch. Nun musste ich mich ja damit befassen - mit Skype. Und finde es echt wunderbar!
Sensationell! Jetzt kenne ich sein Zimmer, seinen Zimmergenossen aus England und den Garten mit den Bananenbäumen. Die Früchte sind reif und Söhnchen hatte gerade welche gefrühstückt.
Ich muss zugeben: manchmal ist die moderne Technik gar nicht so übel! In der nächsten Zeit werde ich wohl öfter einfach mal auf Jamaika vorbei schauen. Schön, dass Mütter sich heute weniger Sorgen machen müssen, wenn ihre Kinder lange ganz weit weg sind!

Samstag, 23. Februar 2013

Ich danke Gott AUCH...

...für Asperin. Das mag befremdlich erscheinen, aber ich meine das von Herzen ehrlich.
Weil ich neulich unbedingt auf die RAD-Tagung wollte, habe ich eine Erkältung verschleppt. Und habe mal wieder gemerkt, dass zumindest ich Unwohlsein eine Zeit lang gut wegdrücken kann, wenn ich Spannendes erlebe. Nach der Tagung allerdings war ziemlich schnell der Ofen aus. Seither kämpfe ich zum ersten Mal in meinem Leben mit einer Stirnhöhlenentzündung. Was ich gar nicht lustig finde, weil es üble Kopfschmerzen macht. Die bekämpfe ich vor allem mit Ruhen. Mein Gatte meint, dass mir diese Therapie so gar nicht schwer fällt. :-)
Heute morgen wollte ich aber unbedingt meinen zugesagten Vortrag beim Frauenfrühstück der Kirchengemeinde Hamburg Neuenfelde halten. Also habe ich gegen 7.30 ne Aspirin ein geschmissen. Als ich gegen 8.15 los fuhr, ging es mir prima - keine Schmerzen! Schon die 40 minütige Fahrt habe ich genossen. Alle Elbtunnelröhren waren offen und ich konnte mit 100 fast alleine durch eine davon rauschen. Paradies! Ich habe schon oft genug vor dem blöden Tunnel gefühlt ewig im Stau gestanden!
Walthershof bin ich abgefahren - und dann folgte eine wunderschöne Fahrt durchs Alte Land. Es ging flott bei Airbus vorbei auf der Umgehungsstraße - dann bog ich links ab und war in einer anderen Welt. In einem alten Elbdorf hinterm Deich - ganz wunderschön! Und die Kirche erst, die da auf mich wartete!
  
http://kirche-suederelbe.de/neuenfelde/325-jahre-schnitger-kirche/

Im dortigen Gemeindehaus waren 26 oder 27 Frauen zusammen. Wir hatten eine gute Zeit miteinander,  was man auch daran sieht, dass ich 14 Bücher "Probleme sind dornige Chancen" verkauft habe. Und ich habe so nette Gespräche geführt und so liebenswerte Frauen kennengelernt!
Keine Ahnung, wie das ohne Asperin geklappt hätte. Und deshalb danke ich Gott, dass es dieses Zeug gibt. Und dass ich es problemlos erwerben kann. In den meisten Ländern der Welt ist das nicht so einfach. Es geht uns schon richtig gut in Deutschland! Ich wünsche mir, dass mein Leben mich öfter darauf stößt. Und meinen Landsleuten wünsche ich das auch.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Tränen im Gottesdienst...

...die fließen bei mir nicht oft. Was wohl daran liegt, dass es nicht viel Trauriges in meinem Leben gibt. Weinen muss ich eher, wenn ich von Schönheit ergriffen bin. Und das kommt in Gottesdiensten nicht so häufig vor.
Vorgestern war es wieder so weit: Es war der Abschlussgottesdienst der RAD-Tagung am Rosenmontag und bei mir kullerten Tränen. Nicht, weil ich wusste, dass es nach dem Mittagessen wieder heißen würde: "Abschiednehmen". Obwohl es wirklich traurig ist zu wissen, dass man liebe Menschen ein ganzes Jahr nicht wieder sieht.
Nein. Ich habe geweint, weil der gemeinsame Gesang wieder so wunderschön war. Auf der Bühne ein Lobpreisteam mit herausragenden Stimmen und excellenten Musikern. Und um mich rum über 200 Leute, die fast alle auch großartig singen können. Da umhüllte mich fünf Lieder lang ein Klang, der in mir drin eine berauschende Resonanz erzeugt hat. Obwohl ich selbst unmusikalisch bin, hat Gott mir unterdessen ein Ohr für himmlische Töne geschenkt. "Himmlisch" - genau. Ich dachte, so ähnlich könnte sich das Lob im Himmel anhören. Und ich bin sehr dankbar, dass ich solche Erlebnisse auf dem "Berg der Verklärung" immer mal wieder haben darf. Die Erinnerung daran und die Vorfreude darauf machen es leichter, die sehr viel längere Zeit  im Tal des Alltags guten Mutes und tatkräftig anzugehen.